pinneberger bühnen e.V.

Maske

Scheinwerferlicht macht blass und lässt die Haut  glänzen. Beide Effekte sind unerwünscht, wenn  es um eine gelungene Darstellung geht. Wann  immer ein Spieler auf die Bühne geht, ist er  vorher in der Maske gewesen. Dort erhält jeder  zumindest die Minimalbehandlung: Grundierung  im passenden Hautton und Puder. Damit die  Augen trotz des hellen Bühnenlichts  ausdrucksstark sind, bekommen auch die  männlichen Schauspieler eine zarte Linie von  dunklem Kajal. Zum Schluss wird abgepudert,  um den Glanz zu nehmen.  Bei den Schauspielerinnen fällt die optische  Behandlung vor der Vorstellung naturgemäß  deutlich üppiger aus. Da müssen zusätzlich teils  aufwendige Frisuren gestylt werden. Ein Stück,  das in den 60er Jahren spielt, verlangt nach  toupierten Haaren, eines aus den 80ern nach  Fönfrisuren. Selbst wenn jemand eine sehr  ungepflegte Person verkörpert, liegt das  Aussehen in der Hand der Maske. Ein blaues  Auge hier, eine Verletzung dort, deutliche Falten  im Gesicht – alles eine Frage der Farbe.  Besonders bunt treiben es die Künstlereinnen  von der Optik bei den Kinderstücken. Ein echtes  Sams? Kein Problem. Der Kopf einer Schildkröte,  Schlange oder eines Tigers sind da schon  aufwendiger. Prinzessinnen oder Menschen aus  einem fremden Land aus den jungen Darstellern  zu zaubern, ist dagegen einfach. Die Fantasie  der Farben macht aus jedem Darsteller das, was  die Zuschauer davon erwarten. Die Maske lässt  alle gut aussehen.
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